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Die Projekte

GenoEifel


21. September bis 1. November 2020:

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Aufbau einer Generationengenossenschaft

Über eine Genossenschaft greifen sich die Generationen in der Eifel gegenseitig unter die Arme. In der vielfältigen Gruppe steht immer jemand zur Verfügung, wenn ein anderer in der Region Hilfe braucht: vom Babysitting bis zum Fahrdienst.

Die „GenoEifel eG“ aus Kall ist ein Zusammenschluss von engagierten Menschen allen Alters. Ursprünglich war sie als Seniorengenossenschaft geplant, doch bereits bei Projektbeantragung meldete die junge Generation Bedarf an: Auch für ihre Herausforderung im Leben – nämlich Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen – brauche es neue Lösungen. Aus der Senioren- wurde eine Generationengenossenschaft. Leih-Omas und -Opas betreuen Kinder in Kita-Randzeiten, Jugendliche bringen sich als Babysitter ein. Für ältere Menschen gibt es Mitfahrgelegenheiten und Einkaufsdienste, Hilfe im Haushalt oder auch mal eine gewechselte Glühbirne.

Die Helfer müssen passen

Jeder Bürger der Region kann Mitglied werden: ob aktiv als Helfender oder um Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer mitmachen will, erwirbt nach einem persönlichen Gespräch vorab einmalig einen Geschäftsanteil und wird für 40 Euro Jahresbeitrag Mitglied. Im Kaller Vermittlungsbüro helfen Corinne Rasky und Johanna Mertens weiter: „Sobald sich ein Mitglied mit Hilfebedarf meldet, suchen wir passende Helfer, die wir alle persönlich kennen.“

Neue Perspektiven bei einer Tasse Kaffee

Durch die Vermittlung begegnen sich Menschen, die zwar nah beieinander wohnen, sich jedoch oft kaum kennen. So ist es meist die Tasse Kaffee nach dem Einsatz, die die Menschen zusammenbringt. „Über die Genossenschaft lerne ich neue Leute und andere Perspektiven kennen“, sagt etwa ein 75-jähriges Mitglied aus Hellenthal. Für eine 94-jährige Bewohnerin aus Schleiden hat sich die Mitgliedschaft gelohnt: „Ich wurde zum Abfahrtsort meiner Busreise gefahren. Meine Familie hatte keine Zeit.“ Eine Helferstunde hat ihren Wert – für beide Seiten. Sie kostet daher neun Euro: sechs Euro gehen an den Helfenden, drei Euro finanzieren die Vermittlungsarbeit. Wer hilft, ist über die Genossenschaft unfall- und haftpflichtversichert.

Mehr als 1 200 Helferstunden waren es im letzten Jahr – Tendenz steigend. Aktuell zählt die Genossenschaft rund 400 Mitglieder, relativ gleichmäßig auf Helfer, Hilfesuchende und Förderer verteilt. Bis 2022 rechnet der Projektträger mit 1 000 Mitgliedern, sodass sich das Projekt aus eigener Kraft tragen kann.


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